Binance erneut im Fokus wegen Iran-Sanktionen
Binance steht wegen möglicher Verstöße gegen Iran-Sanktionen und verdächtiger Transaktionen erneut im Fokus des DOJ. Die Ermittlungen könnten den regulatorischen Status beeinflussen.
Binance steht erneut im Fokus von US- und Schweizer Strafverfolgungsbehörden sowie dem US-Justizministerium (DOJ). Im Mittelpunkt steht die Einhaltung eines 2023 geschlossenen Vergleichs in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar. Laut Wall Street Journal stufte Binance einen Kunden, der mit einer iranischen Krypto-Firma in Verbindung steht, als „High-Value Customer“ ein. Transaktionen mit einem iranischen Geldwechsler und wiederholte Zugriffe aus Teheran erregten die Aufmerksamkeit der Behörden. Das DOJ untersucht, ob Binance gegen die Vergleichsvereinbarung verstoßen hat, insbesondere im Hinblick auf mögliche Verletzungen der Iran-Sanktionen. Die Staatsanwaltschaft will 61 Millionen US-Dollar beschlagnahmen, die angeblich durch Binance aus iranischen Ölverkäufen gewaschen wurden. Zudem werden Konten geprüft, die mit Babak Zanjani in Verbindung stehen und Berichten zufolge rund 850 Millionen US-Dollar verarbeitet haben. Binance erklärte, die betreffenden Konten geschlossen und die involvierten Unternehmen untersucht zu haben. Gegen Binance oder seine Mitarbeiter wurde in der Einziehungsbeschwerde kein Fehlverhalten behauptet. Dennoch könnten die laufenden Ermittlungen erhebliche Auswirkungen auf den regulatorischen Status und die Marktstimmung der Börse haben.