Bitcoin-Treasury-Unternehmen im Überlebensmodus: Prämien kollabieren
Bitcoin-Treasury-Unternehmen stehen vor einer „darwinistischen Phase“: Aktienprämien kollabieren, Leverage wird zur Belastung und Aktien notieren unter NAV. Der Fokus liegt nun auf Liquiditätsmanagement und Überlebensstrategien.
Laut Galaxy Research erleben Bitcoin-Treasury-Unternehmen einen kritischen Umbruch, da sich die Aktienprämien auflösen und die Kernmechanismen ihrer Geschäftsmodelle versagen. Der Digital Asset Treasury (DAT)-Handel, der darauf basierte, dass Aktien über dem Bitcoin-Nettoinventarwert (NAV) gehandelt wurden, um weitere Akkumulation zu finanzieren, hat seine Grenze erreicht. Mit dem Rückgang des Bitcoin-Preises von Höchstständen im Oktober nahe 126.000 $ auf Tiefststände um 80.000–92.000 $ sank die Risikobereitschaft, Liquidität trocknete aus und es kam zu einem massiven Deleveraging. Dies kehrte die vorherige Wachstumsspirale um, machte Leverage zur Belastung und führte dazu, dass Aktien mit Abschlägen zum NAV gehandelt werden. Unternehmen wie Metaplanet und Nakamoto, die einst hohe unrealisierte Gewinne auswiesen, stehen nun vor erheblichen Verlusten, einige Aktien fielen um über 98 % von ihren Höchstständen. Die Ausgabe neuer Aktien ist nicht mehr wertsteigernd, und der Sektor sieht sich mit schrumpfenden Prämien, Bilanzstress und einem Fokus auf Liquiditätsmanagement konfrontiert. Galaxy skizziert drei mögliche Wege: eine Phase niedriger Prämien, Konsolidierung oder Restrukturierung oder eine Erholung, falls Bitcoin für liquide Unternehmen neue Höchststände erreicht.