Binance unter Druck wegen Iran-Vorwürfen
Berichte: Binance soll 850 Mio. USD mit Iran-Bezug bewegt haben, teils zur Militärfinanzierung. Binance weist die Vorwürfe zurück und verweist auf Compliance. Das US-Justizministerium ermittelt.
Mehrere Berichte behaupten, dass Binance vom iranischen Finanzier Babak Zanjani genutzt wurde, um rund 850 Millionen US-Dollar über ein geheimes Zahlungsnetzwerk zu transferieren. Ein Teil dieser Gelder soll Irans Militär und sanktionierte Einrichtungen unterstützt haben. Das Wall Street Journal und andere Medien berufen sich auf interne Binance-Dokumente und ausländische Ermittler, die darauf hindeuten, dass Irans Zentralbank und andere Akteure erhebliche Summen über die Börse bewegten. Dies wirft Bedenken hinsichtlich Sanktionsumgehung und Geldwäsche auf. Das US-Justizministerium untersucht, ob über 1 Milliarde US-Dollar über Binance an mit Iran verbundene Gruppen, darunter die Huthi-Milizen im Jemen, geflossen sind. Binance-CEO Richard Teng wies die Vorwürfe entschieden zurück und erklärte, dass die Transaktionen vor der Sanktionierung der betreffenden Personen stattfanden. Binance habe keine Geschäfte mit sanktionierten Personen erlaubt. Teng betonte, dass Binance die betreffenden Konten intern markiert und untersucht habe. Er warf dem Wall Street Journal vor, wichtige Details ausgelassen zu haben. Binance bekräftigt sein Engagement für Compliance und die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden und verweist auf eine deutliche Reduzierung des Sanktionsrisikos.