JPMorgan wegen Krypto-Ponzi-Schema verklagt
JPMorgan wird vorgeworfen, einen 328-Millionen-Dollar-Krypto-Ponzi-Betrug durch Bankdienstleistungen für Goliath Ventures ermöglicht und Warnsignale ignoriert zu haben, was zu hohen Anlegerverlusten führte.
JPMorgan Chase steht vor mehreren vorgeschlagenen Sammelklagen am US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Kalifornien. Anleger werfen der Bank vor, einen Krypto-Ponzi-Betrug im Wert von 328 Millionen US-Dollar durch Goliath Ventures ermöglicht zu haben. Die Klagen behaupten, JPMorgan habe essenzielle Bankdienstleistungen bereitgestellt und dabei Warnsignale wie verdächtige Transaktionen und große, unregelmäßige Geldflüsse ignoriert, die eine verstärkte Geldwäsche-Prüfung (AML) hätten auslösen müssen. Goliath Ventures, unter Leitung von Christopher Alexander Delgado, versprach angeblich garantierte monatliche Renditen aus Krypto-Liquiditätspools. Ermittler berichten jedoch, dass nur ein kleiner Teil der Gelder tatsächlich Krypto-Plattformen erreichte, während der Großteil zur Auszahlung früherer Investoren und für luxuriöse Ausgaben verwendet wurde. Gerichtsunterlagen zeigen, dass über 253 Millionen US-Dollar auf JPMorgan-Konten eingezahlt und 123 Millionen US-Dollar an Coinbase-Wallets überwiesen wurden. Die Kläger argumentieren, dass JPMorgans Compliance-Versagen das System jahrelang ermöglichte und zu erheblichen Verlusten für Tausende Anleger führte. Die Klagen fordern Entschädigung und Rückgabe von Bankgebühren.