Binance ließ 1,7 Mrd. USD über verdächtige Konten fließen
Binance ließ 1,7 Mrd. USD durch 13 verdächtige Konten fließen, darunter 144 Mio. USD nach dem Vergleich 2023. Dies wirft Fragen zur Compliance und Aufsicht auf.
Durchgesickerte interne Dokumente, die von der Financial Times und anderen Medien geprüft wurden, zeigen, dass Binance 1,7 Milliarden US-Dollar durch 13 verdächtige Konten fließen ließ – darunter 144 Millionen US-Dollar nach dem 4,3-Milliarden-Dollar-Vergleich mit US-Behörden im Jahr 2023. Trotz zugesagter strengerer Compliance wiesen diese Konten Warnsignale wie Verbindungen zu Terrorfinanzierungsnetzwerken, unmögliche Login-Muster, häufige Änderungen von Bankdaten und gescheiterte Identitätsprüfungen auf. Ein Konto, das auf einen venezolanischen Nutzer registriert war, bewegte 93 Millionen US-Dollar, wobei ein Teil der Gelder Netzwerken zugeordnet wurde, die verdächtigt werden, Geld für Iran und Hisbollah zu transferieren. Ein weiteres Konto, das einer 25-jährigen Venezolanerin zugeordnet ist, erhielt über 177 Millionen US-Dollar in Krypto und nutzte fast 500 verschiedene Bankkonten. Einige Wallets erhielten Gelder von Adressen, die später wegen angeblicher Verbindungen zu Hisbollah und von Iran unterstützten Gruppen eingefroren wurden. Binance erklärte, man halte sich an strenge Compliance-Kontrollen und untersuche verdächtige Transaktionen. Die Enthüllungen werfen jedoch Zweifel an der Wirksamkeit der Aufsicht und Compliance von Binance auf – insbesondere nach der Einsetzung unabhängiger Prüfer im Jahr 2024.