Japan suspendiert Moomoo Securities wegen Compliance-Verstößen
Die FSA Japans suspendiert Moomoo Securities für drei Monate wegen Compliance-, AML- und Cybersicherheitsmängeln und fordert interne Kontrollen sowie einen Korrekturplan.
Die japanische Finanzaufsichtsbehörde (Financial Services Agency, FSA) hat Moomoo Securities für drei Monate suspendiert. Vom 19. Juni bis 18. September 2026 darf der Broker keine neuen Kontoanträge bewerben oder annehmen. Grund für die Maßnahme sind erhebliche Verstöße gegen Compliance, Geldwäscheprävention (AML) und Cybersicherheit. Unter anderem wurden 78 nicht-NISA-berechtigte US-Investmentprodukte fälschlicherweise als steuerbefreite Vermögenswerte gekennzeichnet. Die FSA kritisierte zudem Mängel bei der Überwachung verdächtiger Transaktionen, der Abwicklung von Aktienübertragungen und der internen Governance. Infolgedessen wurde eine Anordnung zur Geschäftsverbesserung erlassen, die Moomoo Securities verpflichtet, interne Kontrollen zu stärken, Managementverantwortung zu klären und bis zum 21. Juli einen Korrekturplan vorzulegen. Die Durchsetzung folgt auf eine Untersuchung der Securities and Exchange Surveillance Commission. Diese stellte fest, dass Moomoo seine Dienstleistungen in Japan ausweitete, ohne angemessene Compliance- und Risikomanagementsysteme zu etablieren. Die Suspendierung dürfte das Wachstum des Unternehmens beeinträchtigen und verdeutlicht die verstärkte regulatorische Kontrolle im japanischen Retail-Investmentmarkt.