AML-Durchsetzung wird 2025 zur größten Krypto-Bedrohung
CertiK: 2025 ist AML-Durchsetzung das größte Krypto-Risiko. Über 900 Mio. US-Dollar an Strafen, SEC-Bußgelder sinken um 97 %. Compliance-Kosten und Regulierungsdruck steigen weltweit.
Laut aktuellen Berichten von CertiK vollzieht sich ein bedeutender Wandel in der Kryptoregulierung: Die Durchsetzung von Anti-Geldwäsche-Vorschriften (AML) ist nun das größte regulatorische Risiko für Digital-Asset-Unternehmen. In der ersten Hälfte des Jahres 2025 verhängten US-Behörden, darunter das Justizministerium und FinCEN, AML-bezogene Geldstrafen von über 900 Millionen bis 1 Milliarde US-Dollar. Im Gegensatz dazu sanken die SEC-Strafen für Kryptofälle im Jahresvergleich um 97 % – von 4,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 142 Millionen US-Dollar im Jahr 2025. Zu den bemerkenswerten Fällen zählen Zahlungen von OKX in Höhe von 504 Millionen US-Dollar und KuCoin mit 297 Millionen US-Dollar wegen unerlaubter Geldübermittlung und Verstößen gegen den Bank Secrecy Act. Der Fokus der Aufsicht hat sich von der Token-Klassifizierung auf operative Compliance verschoben: Transaktionsüberwachung, Lizenzierung und Sanktionsprüfungen stehen nun im Mittelpunkt. Weltweit steigen die Compliance-Kosten, verpflichtende Audits, Basel-Kapitalregeln und Stablecoin-Regulierung prägen die Branche. Auch in Europa stiegen AML-Strafen um 767 %, und Smart-Contract-Audits sind in mehreren wichtigen Jurisdiktionen zur Lizenzvoraussetzung geworden. Die Regulierungsära für digitale Vermögenswerte ist nun von durchsetzbaren Finanzkontrollen geprägt.