Michael Saylor kritisiert BIP 110: Gefahr für Neutralität

Michael Saylor lehnt BIP 110 ab, da es Transaktionen einschränkt, Governance-Interventionen einführt und Bitcoins Neutralität sowie Sicherheit gefährdet.

Michael Saylor hat eine ausführliche Kritik am Bitcoin Improvement Proposal 110 (BIP 110) veröffentlicht und dabei zahlreiche Gründe für seine Ablehnung aufgeführt. Er argumentiert, dass BIP 110, das sieben temporäre Konsensbeschränkungen wie Limits für OP_RETURN-Ausgaben und datenintensive Transaktionen vorsieht, aktuell gültige Transaktionen einschränken und Governance-Interventionen in die Bitcoin-Anwendungsfälle einführen würde. Saylor warnt, dass die Senkung der Miner-Signalisierungsschwelle auf 55 % für die Aktivierung – im Gegensatz zum Standard von 95 % – das Risiko eines Chain Splits erhöhen und sich negativ auf die Miner-Gebühreneinnahmen sowie die Netzwerksicherheit auswirken könnte. Bestehende Tools ermöglichen es Node-Betreibern und Minern bereits, unerwünschte Transaktionen zu verwalten, ohne die Konsensregeln zu ändern. Er betont, dass das Bitcoin-Protokoll neutral bleiben sollte. Transaktionsgebühren, Miner-Entscheidungen und lokale Node-Policies sollten die Nutzung des Blockspace bestimmen, nicht aber Protokollbeschränkungen. Konsensänderungen zur Filterung von Transaktionen könnten einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen und die grundlegende Neutralität von Bitcoin untergraben.

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