NECC: Krypto-Assets als Top-Bedrohung eingestuft

Das britische NECC sieht Krypto-Assets als dritthöchste Bedrohung bei Wirtschaftskriminalität. Operation Destabilise führte zu 129 Festnahmen und 25 Mio. Pfund Sicherstellung.

Das britische National Economic Crime Centre (NECC) stuft Krypto-Assets als dritthöchste Priorität unter neun Bedrohungen durch Wirtschaftskriminalität ein, direkt nach professionellen Ermöglichern und politisch exponierten Personen. Im aktuellen Jahresbericht hebt das NECC hervor, dass Kriminelle innovative Krypto-Produkte nutzen, um Entdeckung zu entgehen und illegale Werte grenzüberschreitend zu transferieren. Dabei kombinieren Geldwäsche-Netzwerke traditionelle und neue Methoden und lagern Geldwäsche gegen Gebühr an spezialisierte Gruppen aus. Das NECC entwickelt eine proaktive, nachrichtendienstlich gesteuerte Krypto-Kompetenz, um eigene Ziele zu identifizieren und sich weniger auf externe Hinweise zu verlassen. Die Operation Destabilise, die sich auf Krypto-Kriminalität konzentriert, führte seit 2022 zu 129 Festnahmen und zur Sicherstellung von über 25 Millionen Pfund. Zudem weist die Behörde auf den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei Wirtschaftskriminalität hin, etwa durch synthetische Identitäten und Prozessautomatisierung. Ein vom NECC in Auftrag gegebenes RUSI-Papier rät von einem Verbot von Krypto-Privacy-Tools ab, da solche Maßnahmen kontraproduktiv sein könnten.

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