ICIJ deckt Rolle von Krypto-Börsen bei globaler Kriminalität auf
ICIJ-Berichte enthüllen, wie große Krypto-Börsen für weltweite Geldwäsche genutzt werden. Milliarden-Transaktionen werden mit organisierter Kriminalität, Drogenkartellen und Menschenhandel in Verbindung gebracht und werfen dringende Fragen zur Aufsicht auf.
Das Internationale Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ) hat eine Reihe von Berichten mit dem Titel „Coin Laundry“ veröffentlicht, die aufdecken, wie große Krypto-Börsen wie Binance, OKX, Coinbase, Kraken, Bybit und Kucoin zur weltweiten Geldwäsche und für andere illegale Aktivitäten genutzt werden. Die Untersuchung, an der über 100 Journalisten aus mehr als 35 Ländern beteiligt waren, verfolgte Krypto-Transaktionen in Milliardenhöhe, die mit organisierter Kriminalität, Drogenkartellen, Menschenhandel und staatlich unterstützten Hackergruppen in Verbindung stehen. Die Berichte zeigen, wie Kriminelle die Geschwindigkeit, Anonymität und globale Reichweite der Blockchain-Technologie ausnutzen, um illegale Gelder zu bewegen – oft über unregulierte Börsen und Krypto-Cash-Shops in Ländern mit schwacher Aufsicht. Konkrete Fälle betreffen Gelder chinesischer Verbrecherbanden und Drogenhändler, die über Börsen fließen, sowie Verbindungen zum mexikanischen Sinaloa-Kartell. Während die Börsen angeben, Compliance- und Überwachungstools einzusetzen, hebt das ICIJ die Herausforderungen hervor, mit denen Regulierungsbehörden angesichts der sich schnell entwickelnden Krypto-Landschaft konfrontiert sind. Die Ergebnisse verstärken die Forderungen nach stärkerer Aufsicht und werfen Fragen zur Rolle der Kryptoindustrie bei der Ermöglichung von Finanzkriminalität auf.