EU startet Kartelluntersuchung zu Metas WhatsApp-KI-Integration
Die EU leitet eine Kartelluntersuchung gegen Meta wegen der Integration von KI-Funktionen in WhatsApp ein. Im Fokus stehen Wettbewerbsbedenken und der Ausschluss konkurrierender KI-Chatbots. Auch italienische Behörden ermitteln.
Die Europäische Union wird eine formelle kartellrechtliche Untersuchung gegen Meta Platforms einleiten, da das Unternehmen Künstliche Intelligenz in WhatsApp integriert hat. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Einführung von Meta AI, die im März begann. Die Untersuchung erfolgt nach den traditionellen Wettbewerbsregeln und nicht nach dem Digital Markets Act. Die Regulierungsbehörden befürchten, dass Meta seine marktbeherrschende Stellung ausgenutzt haben könnte, um KI-Funktionen ohne Zustimmung der Nutzer zu integrieren und den Zugang für konkurrierende KI-Chatbot-Anbieter einzuschränken – insbesondere nach einer Richtlinienänderung, die Drittanbieter-KI-Chatbots von der WhatsApp Business API ausschließt, während Metas eigener KI-Dienst weiterhin zugelassen ist. Die italienischen Behörden haben ihre eigene Untersuchung gegen Meta bereits ausgeweitet und prüfen Änderungen der WhatsApp-Business-Bedingungen sowie mögliche unfaire Wettbewerbsvorteile. Das Ergebnis der EU-Untersuchung könnte einen Präzedenzfall für die Integration von KI-Technologien auf großen Plattformen und die Wahrung des Wettbewerbs im digitalen Markt schaffen.