HTX-Dusting-Welle löst Kontosperrungen aus

Unaufgeforderte USDT-Microtransfers von HTX-Wallets führen nach UK/EU-Sanktionen zu Kontosperrungen und Compliance-Prüfungen. Nutzer riskieren Kontoschließungen.

Eine Welle kleiner, unaufgeforderter USDT-Transfers von Wallets, die mit der HTX-Börse in Verbindung stehen, hat unter Krypto-Nutzern große Besorgnis ausgelöst. Diese Micro-Deposits, oft nur wenige Dollar, sind auf Nutzerkonten großer Plattformen wie Binance und Coinbase eingegangen. Dies führte zu sofortigen Compliance-Prüfungen, Kontosperrungen und der Anforderung von Nachweisen zur Herkunft der Gelder. Die Transfers stehen im Zusammenhang mit von Großbritannien und der EU gegen HTX (ehemals Huobi) verhängten Sanktionen wegen angeblicher finanzieller Aktivitäten im russischen Finanzsektor. Blockchain-Compliance-Systeme markieren nun jede Onchain-Verbindung zu HTX, selbst wenn der Empfänger die Gelder nicht angefordert hat. Dadurch sind Nutzer potenziell Kontoschließungen und Marktrisiken ausgesetzt. HTX-Vertreter bestreiten das absichtliche Versenden dieser Assets und haben eine interne Untersuchung angekündigt. Binance und andere Börsen blockieren HTX-bezogene Transaktionen und warnen Nutzer vor möglichen Handelsstopps und Liquiditätsproblemen. Die Situation wird als Compliance Poisoning bezeichnet, da insbesondere Nutzer und Influencer durch diese Transfers verstärkt unter Beobachtung geraten und Konten eingefroren werden können.

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