Estland setzt Zondacrypto-Lizenz wegen Auszahlungsproblemen aus

Die estnische FIU hat Zondacryptos Lizenz für 30 Tage ausgesetzt. Neue Einzahlungen und Kunden sind gestoppt, Abhebungen bleiben möglich. Es drohen Lizenzentzug und Insolvenz.

Die estnische Finanzaufsichtsbehörde (FIU) hat die Betriebslizenz von BB Trade Estonia OÜ, dem Betreiber der Zondacrypto-Börse, für 30 Tage teilweise ausgesetzt. Zondacrypto darf in diesem Zeitraum keine neuen Einzahlungen annehmen und keine neuen Kunden registrieren. Bestehende Nutzer können jedoch weiterhin ihre Gelder abheben. Die Maßnahme erfolgte aufgrund wachsender Bedenken hinsichtlich Auszahlungsverzögerungen – etwa 4.500 Bitcoin sollen laut Berichten in der Cold Wallet der Börse nicht zugänglich sein. Zudem wurden regulatorische Verstöße festgestellt, darunter die Verletzung der MiCA-Vorschriften durch den TeamPL-Token wegen fehlendem Whitepaper. Das Unternehmen muss die Compliance-Probleme innerhalb von 30 Tagen beheben, andernfalls droht der vollständige Lizenzentzug. Auch polnische Behörden ermitteln wegen betrieblicher Mängel. Anwälte bereiten einen Insolvenzantrag für betroffene Kunden vor. Zondacrypto hat sich bisher nicht geäußert.

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