Südkorea verhängt harte AML-Sanktionen gegen Krypto-Börsen
Die südkoreanische FIU verhängt harte Sanktionen gegen führende Krypto-Börsen wegen AML- und KYC-Verstößen. Es drohen Geldstrafen, Suspendierungen und Lizenzentzug bis Mitte 2026.
Die Financial Intelligence Unit (FIU) Südkoreas verschärft ihr Vorgehen gegen führende inländische Krypto-Börsen aufgrund weitverbreiteter Verstöße gegen Anti-Geldwäsche-(AML)- und Know-Your-Customer-(KYC)-Vorschriften. Nach gründlichen Vor-Ort-Prüfungen bei Plattformen wie Upbit, Bithumb, Coinone, Korbit und GOPAX deckte die FIU erhebliche Mängel auf, darunter unzureichende Kundenüberprüfung, mangelhafte Transaktionsüberwachung und das Versäumnis, verdächtige Aktivitäten zu melden. Die Durchsetzung begann mit einer Geldstrafe von 35,2 Milliarden Won und einer dreimonatigen Suspendierung für Dunamu (Upbit) und erfolgt entsprechend der Reihenfolge der Inspektionen. Korbit und Gopax werden voraussichtlich als Nächste sanktioniert. Die Maßnahmen reichen von hohen Geldbußen über Betriebssperren bis hin zum möglichen Lizenzentzug. Die meisten Sanktionen sollen bis spätestens zur ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen sein. Diese regulatorische Initiative markiert eine neue Ära strenger Aufsicht im südkoreanischen Digital-Asset-Sektor, was zu höheren Compliance-Kosten, potenzieller Marktkonsolidierung und verbessertem Anlegerschutz führen dürfte.