Raoul Pal: US-Liquiditätsengpass belastet Kryptomarkt
Raoul Pal sieht den Krypto-Ausverkauf als Folge von US-Liquiditätsengpässen, nicht von Krypto-Mängeln, und verweist auf parallele Rückgänge bei SaaS-Aktien sowie makroökonomische Faktoren.
Jüngste Turbulenzen am Kryptowährungsmarkt, darunter ein Wertverlust von 250 Milliarden US-Dollar, werden laut Raoul Pal eher durch eine Verknappung der US-Liquidität als durch Schwächen im Kryptosektor selbst verursacht. Pal hebt hervor, dass der Rückgang von Bitcoin eng mit dem von SaaS-Aktien korreliert, da beide als langlaufende Vermögenswerte gelten und empfindlich auf Liquiditäts- sowie Zinsänderungen reagieren. Die parallelen Abschwünge deuten auf einen makroökonomisch bedingten Schock hin. Faktoren wie US-Regierungsstillstände, die Erschöpfung der Reverse-Repo-Fazilität der Federal Reserve und der Wiederaufbau des Treasury General Account entziehen dem Markt Liquidität. Zudem bindet der Anstieg des Goldpreises Kapital, das sonst risikoreicheren Anlagen wie Bitcoin und Tech-Aktien zugeflossen wäre. Pal widerspricht Erzählungen, die krypto-spezifische Probleme oder Personalentscheidungen verantwortlich machen. Er betont, dass der aktuelle Abschwung auf breitere makroökonomische und Liquiditätsbedingungen zurückzuführen ist. Die Lösung der US-Finanzierungsprobleme könnte laut Pal die Marktliquidität wiederherstellen und den Druck auf Krypto- sowie Tech-Assets verringern.