Proof-of-Burn (PoB): Was ist das und wie funktioniert es?

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Patrick Dike-Ndulue
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Die meisten Kryptowährungsnetzwerke nutzen die Proof-of-Work (PoW)- und Proof-of-Stake (PoS)-Konsensalgorithmen. Es gibt aber auch einige „exotischere“ Varianten, wie den Proof-of-Space-Algorithmus von Chia, der den Nachweis von Festplattenspeicher erfordert. Und es gibt Algorithmen, die einen Nachweis der Zerstörung verlangen! In diesem Artikel stellen wir das Konzept von Proof-of-Burn vor und zeigen dir, wie dieser Algorithmus mit Token-Burns tatsächlich funktioniert.

Wie funktioniert PoB?

Beim Kernprinzip von PoB werden eine bestimmte Anzahl Coins „verbrannt“, um das Recht zu erhalten, einen neuen Block an die Blockchain anzuhängen und dafür eine Belohnung zu bekommen.

Jede Person kann Coins als Investition in das virtuelle Mining verbrennen. Das Zerstören der Coins zeigt die Bereitschaft, kurzfristige Verluste zugunsten langfristiger Zusammenarbeit mit der Blockchain und Belohnungen in Form von Mining-Rechten in Kauf zu nehmen. Je mehr Coins verbrannt werden, desto höher ist die Chance, den nächsten Block zu minen.

In dieser Hinsicht ähnelt PoB dem PoW: Der Verbrennungsprozess lässt sich mit dem Kauf von Mining-Hardware vergleichen. Auf Blockchains mit Proof-of-Burn-Konsens kaufst du durch das Verbrennen von Coins praktisch virtuelle Mining-Hardware – je mehr du verbrennst, desto „leistungsfähiger“ wird diese Hardware.

Das Verbrennen ist einfach: Coins werden an eine spezielle „Eater-Adresse“ gesendet, von der sie nicht mehr abgehoben oder ausgegeben werden können. Diese Adresse ist zufällig generiert und besitzt keinen privaten Schlüssel. Die Transaktion wird im Distributed Ledger festgehalten und dient als Nachweis für das Verbrennen der Kryptowährung.

Je nach Ausgestaltung des PoB-Mechanismus können Miner entweder die native Coin des Netzwerks verbrennen, für das sie arbeiten, oder Kryptowährungen anderer Blockchains wie Bitcoin.

Mit der Zeit sinkt der Anteil der verbrannten Coins eines Miners, sodass mehr verbrannt werden müssen, um die Chance auf einen Block zu erhöhen. Auch darin ähnelt PoB dem PoW, da Miner dort ebenfalls ständig in leistungsfähigere Hardware investieren müssen.

Es gibt auch eine Parallele zu PoS: Um eine Belohnung zu erhalten, musst du eine bestimmte Menge Kryptowährung einsetzen. Im Gegensatz zum Staking bekommst du sie aber nicht zurück – die Assets werden beim Senden an die Eater-Adresse dauerhaft aus dem Umlauf genommen.

Vorteile und Nachteile von PoB

Hier einige Vorteile von Proof-of-Burn:

Es ist kein teures Equipment nötig. Du brauchst keine teuren Grafikkarten oder ASICs, um auf Blockchains mit PoB-Konsens Kryptowährungen zu minen – ein Laptop und eine Krypto-Wallet reichen aus. 

  • Energieeffizienz. Für den Betrieb eines PoB-Netzwerks wird deutlich weniger Strom benötigt als bei PoW-Netzwerken.
  • Deflation. Das Verbrennen von Coins erhöht den Wert der verbleibenden Coins.
  • Dezentralisierung. Da beim PoB-Konsens keine großen Mining-Pools nötig sind, fördert das die Dezentralisierung der Blockchain. 
  • Langfristige Zusammenarbeit und die Einhaltung von Verpflichtungen werden gefördert. Das Verbrennen motiviert Nutzer, dem Netzwerk zumindest bis zum Erreichen des Break-even-Punktes treu zu bleiben.

Wichtige Nachteile von PoB:

  • Die Effizienz von PoB ist im großen Maßstab noch nicht bewiesen, da dieser Algorithmus bislang kaum verbreitet ist.
  • Im Gegensatz zu PoS-Netzwerken, bei denen du deine gestakten Coins zurückerhältst, ist das bei PoB nicht möglich. Verbrannte Coins sind für immer verloren.
  • Die Validierung beim Erstellen von Blöcken dauert länger als bei anderen Algorithmen, da es keine direkte Verbindung zwischen gelöster Aufgabe und Belohnung gibt. Bei PoB „lösen“ alle Teilnehmer das Problem auf ihre Weise, indem sie Tokens verbrennen.

Fazit

Der Proof-of-Burn-Algorithmus ist eine interessante Alternative zu PoW- und PoS-Konsensprotokollen und versucht, die Vorteile beider Ansätze zu verbinden. Die Technologie steckt jedoch noch in den Kinderschuhen und wird bislang nur von wenigen Projekten eingesetzt. Beispiele sind Slimcoin (SLM) und Counterparty (XCP). Wenn das Problem der Transaktionsgeschwindigkeit gelöst und erfolgreiche Tests unter hoher Last durchgeführt werden können, könnte PoB eine echte Alternative zu Proof-of-Work, Proof-of-Stake und ähnlichen Konsensprotokollen werden.
 

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Autor Patrick Dike-Ndulue

Senior editor covering crypto, onchain equities, and technology.

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Rezension von Rukkayah Jigam

Writer & editor covering digital assets and product updates.