Gerücht vs. Realität: Sind Tangem Cards anfällig für Brute-Force-Angriffe?
Zentrale Erkenntnisse
Ein aktueller Bericht von Ledgers Donjon-Team beschreibt eine theoretische Labor-Methode, um Zugangscodes von Tangem Cards zu erraten. In der Praxis ist diese Technik jedoch nicht umsetzbar: Sie erfordert physischen Zugriff, Spezialausrüstung und würde den Chip zerstören, bevor ein Erfolg möglich wäre. Tangem Cards bleiben im Alltag sicher – nutze einfach einen starken Zugangscode und bewahre deine Karte sicher auf.
Ein aktueller Bericht von Ledger's Forschungsteam, Donjon, beschreibt eine ausgefeilte Labor-Methode zum Erraten von Zugangscodes auf Tangem Cards. Uns ist wichtig klarzustellen: Diese Forschung beschreibt ein hypothetisches Risiko, das sich in der Praxis nicht ausnutzen lässt.
Hier erfährst du, warum diese Bedrohung für dich und deine Assets nicht relevant ist.
Was Ledger's Donjon berichtet hat
In einer kontrollierten Laborumgebung nutzten die Donjon-Forscher spezielle Geräte, um die üblichen Zeitverzögerungen zu umgehen, die vor falschen Zugangscode-Versuchen schützen.
Um diesen grundlegenden Schutz zu umgehen, braucht es physischen Zugriff auf die Karte, spezielles Fachwissen und erhebliche Ressourcen. Selbst unter perfekten Laborbedingungen ist dieser Angriff zum Scheitern verurteilt.
Warum das kein Risiko im Alltag ist
Auch wenn die Methode aus wissenschaftlicher Sicht interessant ist, scheitert sie im echten Leben aus mehreren entscheidenden Gründen:
- Guaranteed chip failure: Die Technik setzt auf sogenannte „Tear-Angriffe“, bei denen der Speicher des Chips wiederholt unterbrochen wird. Dieser Vorgang beschädigt den Chip physisch. Lange bevor ein Zugangscode erraten werden könnte, wäre die Karte dauerhaft unbrauchbar – der Angriff scheitert an sich selbst.
- Misleading premise: Die Forschung konzentriert sich merkwürdigerweise auf 4-stellige PINs. Tangem verwendet alphanumerische Zugangscodes mit Buchstaben, Zahlen und Symbolen (rund 96 mögliche Zeichen auf einer Standardtastatur). Ein Brute-Force-Angriff ist dadurch in der Realität um ein Vielfaches schwieriger als suggeriert.
- Prohibitive timelines: Selbst unter optimalen Bedingungen bleibt der Angriff rein theoretisch. Bei vier Versuchen pro Sekunde würde das Knacken eines 4-stelligen Zugangscodes etwa 7,5 Monate dauern. Ein 5-stelliger Code würde über 64 Jahre benötigen.
(The math for a 4-character code: 96^4 combinations ÷ 4 attempts/sec ≈ 245 days)
- Impractical execution: Selbst mit physischem Zugriff auf deine Karte, monatelangem Aufwand und teurer Laborausrüstung ist der Angriff zum Scheitern verurteilt. Der eigentliche Prozess zerstört den Chip und macht die Karte unbrauchbar – eine unmögliche Strategie für Diebe.
Wir schätzen Sicherheitsforschung, die die Branche voranbringt. Es ist jedoch wichtig, Labor-Experimente von realen Sicherheitsrisiken zu unterscheiden. Der Donjon-Bericht beschreibt ein theoretisches Szenario, aber keine echte Bedrohung.
Die Sicherheitsarchitektur deiner Tangem Card ist bewährt und zuverlässig – du behältst die volle, physische Kontrolle über deine digitalen Assets. Wie immer empfehlen wir, einen starken Zugangscode zu wählen und deine Karte sicher aufzubewahren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Können Angreifer meine privaten Schlüssel stehlen?
Nein. Die beschriebenen Techniken zielen ausschließlich darauf ab, den Zugangscode zu erraten – nicht darauf, private Schlüssel auszulesen. Deine privaten Schlüssel bleiben sicher auf dem Chip.
Sind Tangem Cards im Alltag sicher?
Ja, absolut. Das beschriebene Labor-Szenario ist keine reale Bedrohung. Der Angriff würde monatelange Arbeit, teure Ausrüstung und letztlich die Zerstörung des Chips erfordern. Deine Assets sind sicher.
Wird Tangem seine Zugangscode-Policy ändern?
Nein. Wir sind überzeugt, dass unsere Richtlinie das richtige Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit bietet. Selbst unsere Mindestanforderung ist mehr als ausreichend gegen diesen theoretischen Angriff. Für noch mehr Sicherheit empfiehlt sich ein längerer Zugangscode.