Finiko-Krypto-Pyramiden-Gründer aus VAE abgeschoben

Ein Gründer des Krypto-Pyramidensystems Finiko wurde aus den VAE nach Russland abgeschoben. Das System betrog Tausende und verursachte Verluste von über 12 Mio. US-Dollar. Ermittlungen gegen weitere Organisatoren laufen.

Ein Gründer von Finiko, Russlands größtem jüngsten Krypto-Pyramidensystem, wurde aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Russland abgeschoben. Dem Betroffenen wird vorgeworfen, eine kriminelle Organisation gegründet und geleitet sowie groß angelegten Betrug begangen zu haben. Finiko war von 2018 bis 2021 aktiv und lockte über 7.700 Investoren in Russland und international mit Versprechen hoher Renditen auf Investitionen in Aktien, Wertpapiere und digitale Vermögenswerte an. Dabei wurden Zahlungen in Kryptowährungen akzeptiert und ein eigener Token, FNK, verkauft. Tatsächlich wurden jedoch keine Investitionen getätigt, was zu Verlusten von über 1 Milliarde Rubel (12,7–14 Millionen US-Dollar) führte; einige Berichte schätzen den Gesamtschaden sogar auf bis zu 95 Millionen US-Dollar. Nach dem Zusammenbruch des Systems 2021 floh der Verdächtige ins Ausland und wurde 2022 durch Interpol in den VAE aufgespürt. Die Abschiebung erfolgte in Zusammenarbeit russischer und emiratischer Behörden. Die Ermittlungen gegen Finiko und weitere Organisatoren dauern an, während Behörden Informationen von Opfern aus Europa, den USA und ehemaligen Sowjetstaaten sammeln.

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