Frankreich plant 31,4%-Steuer auf Krypto-Stablecoin-Swaps
Frankreich plant ab 2027 eine 31,4%-Steuer auf Krypto-zu-Stablecoin-Swaps für MiCA-regulierte Token. Der Vorschlag könnte Händler ins Ausland treiben und braucht noch Parlamentszustimmung.
Französische Gesetzgeber erwägen einen Vorschlag, ab dem 1. Januar 2027 eine Kapitalertragssteuer von 31,4 % auf Konvertierungen von Kryptowährungen in Stablecoins zu erheben, die unter dem EU-MiCA-Rahmen reguliert sind. Die vom Finanzausschuss der Nationalversammlung am 7. Oktober angenommene Änderung würde solche Swaps als steuerpflichtig einstufen und die bisherige Steuerstundung für diese Transaktionen aufheben. Betroffen wären ausschließlich MiCA-zugelassene Stablecoins, während andere Stablecoins wie USDT ausgenommen bleiben. Der Vorschlag ist Teil des Haushaltsplans 2027 und muss noch die vollständige parlamentarische Zustimmung erhalten. Chainalysis warnt, dass diese Maßnahme Händler zu weniger transparenten, Offshore- oder DeFi-Plattformen treiben könnte. Weitere Vorschläge betreffen Offenlegungspflichten für große selbstverwaltete Wallets, die Ausweitung von Exit-Steuern und die Möglichkeit, Verluste zehn Jahre vorzutragen. Der endgültige Umfang und die Verabschiedung der Steuer sind noch ungewiss, da der Einnahmenteil des Haushalts abgelehnt wurde und erneut beraten werden muss.