Deutschland plant 25%-Krypto-Steuer ab 2027
Deutschland plant ab 2027 eine 25%-Besteuerung von Krypto-Gewinnen. Die einjährige Steuerfreiheit entfällt, Bestandsvermögen bleibt verschont. Die Reform könnte bis zu 350 Mio. € jährlich einbringen.
Deutschland plant eine umfassende Reform der Besteuerung von Kryptowährungen. Die bisherige Regel, nach der Krypto-Assets nach einer Haltefrist von über einem Jahr steuerfrei verkauft werden können, soll abgeschafft werden. Ein Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums sieht vor, dass ab 2027 oder 2028 Gewinne aus Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, die nach dem 31. Dezember 2026 erworben wurden, pauschal mit 25 % besteuert werden – analog zu Aktien und anderen Kapitaleinkünften. Der persönliche Steuerfreibetrag von 1.000 € bleibt bestehen. Für Bestände, die vor 2027 gekauft wurden, gilt weiterhin die bisherige Steuerregelung. Die Reform sieht zudem eine automatische Steuerabführung durch Krypto-Dienstleister vor und stuft Einkünfte aus Krypto-Lending und Staking als Kapitaleinkünfte ein. Die Regierung erwartet daraus Einnahmen von 160 Mio. € im Jahr 2028 und bis zu 350 Mio. € jährlich ab 2031. Durch Zuschläge kann die effektive Steuerlast auf etwa 28 % steigen. Der Vorschlag muss noch in der Regierung abgestimmt und vom Parlament beschlossen werden.