Razzia bei Super Micro Taiwan wegen Nvidia-Chip-Schmuggels
Taiwanische Behörden durchsuchten Super Micro und Partner wegen mutmaßlichen Nvidia AI-Chip-Schmuggels nach China. Server wurden beschlagnahmt, Aktien fielen. Das Unternehmen kooperiert mit den Ermittlern.
Taiwanische Behörden haben ihre Ermittlungen zum mutmaßlichen Schmuggel von Nvidia AI-Chips nach China intensiviert. Im Fokus stehen Durchsuchungen im Taiwan-Büro von Super Micro Computer, sechs Wohnsitzen sowie drei verbundenen Unternehmen. Die Operation wurde von der Staatsanwaltschaft Keelung geleitet und folgt Razzien im Mai 2026, bei denen 12 Standorte durchsucht und rund 50 High-End-Server mit eingeschränkten Nvidia-Chips beschlagnahmt wurden. Kern der Ermittlungen sind Vorwürfe der Verwendung gefälschter Dokumente und betrügerischer Zollanmeldungen, um Server nach China, Hongkong und Macau zu exportieren. Zu den durchsuchten Unternehmen zählen der Distributor Albatron Technology und der Rechenzentrumsbetreiber Chief Telecom. Albatron meldete keine wesentlichen finanziellen oder betrieblichen Auswirkungen. Die Aktien von Super Micro fielen nach Bekanntwerden der Nachricht deutlich. Mehrere Personen wurden zur Befragung vorgeladen. Das Unternehmen erklärte, mit den Behörden zu kooperieren und nicht angeklagt zu sein. Die Untersuchung unterstreicht die strikte Durchsetzung der US- und Taiwan-Exportkontrollen und sorgt für Volatilität an den Märkten.