ESMA fordert Rückzug unlizensierter Kryptoanbieter aus der EU
ESMA verpflichtet unlizensierte Kryptoanbieter, ihre EU-Aktivitäten bis Juli 2026 einzustellen, neue Kunden und Marketing zu stoppen und nur Auszahlungen zu ermöglichen.
Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat festgelegt, dass Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs) ohne MiCA-Lizenz bis spätestens 1. Juli 2026 ihre Aktivitäten in der EU geordnet einstellen müssen. Während der Übergangsfrist dürfen diese Anbieter keine neuen EU-Kunden mehr aufnehmen und müssen sämtliche Marketingaktivitäten beenden. Die Dienstleistungen sind auf Abhebungen, Übertragungen oder Verkäufe digitaler Vermögenswerte durch bestehende Kunden zu beschränken. ESMA fordert, dass betroffene Anbieter ihre Nutzer klar und regelmäßig über Zeitpläne, Abläufe des Rückzugs sowie Schutzmaßnahmen für Kundengelder und den Umgang mit Restpositionen informieren. Verlängerungen der Frist werden nicht gewährt, sodass zahlreiche Plattformen den europäischen Markt verlassen müssen. Während des Rückzugs bleiben die Pflichten zum Kundenschutz, zur Geldwäscheprävention und zur Einhaltung von Sanktionen bestehen. Unternehmen mit MiCA-Lizenz können weiterhin EU-weit tätig sein.