Krypto-Compliance 2026: Fortschritte und Schwachstellen
Bis 2026 erfüllen 47 % der neuen Krypto-Unternehmen strenge Compliance-Standards. Trotz Fortschritten bestehen weiterhin Lücken bei der Überwachung indirekter Exponierung gegenüber illegalen Geldern.
Chainalysis-Berichte zeigen, dass bis 2026 rund 47 % der neu gegründeten Krypto-Unternehmen Compliance-Standards erfüllen werden, die 2020 noch zu den strengsten der Branche zählten. Dies markiert einen deutlichen Fortschritt, denn vor fünf Jahren erfüllten nur etwa 10 % der Unternehmen solche Anforderungen. Die Verbesserungen werden vor allem durch regulatorischen Druck und geschäftliche Notwendigkeiten vorangetrieben. Compliance gilt mittlerweile als Grundvoraussetzung für den Markteintritt. Wichtige Kennzahlen wie Alarmstufen, Auslöseempfindlichkeit und Mindestschwellenwerte für Dollar-Beträge wurden verschärft. Dennoch bestehen weiterhin Lücken, insbesondere bei der Überwachung indirekter Exponierung gegenüber illegalen Geldern. Krypto-Börsen setzen hier höhere Erkennungsschwellen als traditionelle Banken an. Für Kategorien wie Ransomware und Darknet-Märkte liegen die indirekten Schwellen 10- bis 20-mal höher als die direkten. Die Branche muss ihre Compliance-Infrastruktur weiter verbessern, um mit dem traditionellen Finanzwesen gleichzuziehen.