Was ist eine Altseason? Wann beginnt die Altcoin Season im August 2026?

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Patrick Dike-Ndulue
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Altseason beschreibt eine kurze Zeitspanne, in der Kapital von Bitcoin (BTC) in Altcoins umgeschichtet wird. Das führt zu einem schnellen und deutlichen Kursanstieg bei den meisten Kryptowährungen. Die Altcoin Season – meist einfach „Altseason“ genannt – ist geprägt von starken Gewinnen und hoher Volatilität.
 

Über einen vergleichsweise kurzen Zeitraum (meist Wochen oder wenige Monate) steigen die Altcoin-Kurse sprunghaft an, weil Anleger Gelder von Bitcoin in andere Coins umschichten. Sobald die Kurse anziehen und der Altcoin Season Index nach oben zeigt, setzt FOMO (Fear of Missing Out) ein und treibt weitere Investitionen. Dadurch entsteht ein Kaskadeneffekt, der die Altcoin-Preise für eine begrenzte Zeit auf außergewöhnliche Höhen steigen lässt.
 

Was löst eine Altseason aus?

Nach einer Rally tendiert Bitcoin dazu, sich zu stabilisieren und seitwärts zu bewegen. Das veranlasst Anleger dazu, nach profitableren Chancen zu suchen. Häufig tauschen sie ihre BTC gegen vielversprechende Alts, was den Marktanteil von Bitcoin am gesamten Kryptomarkt verringert und eine Altseason auslöst.
 

Wann beginnt die Altcoin Season im August 2026?

Die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarkts liegt aktuell bei etwa 2,5–2,7 Billionen US-Dollar. Die Bitcoin-Dominanz bleibt mit 58–60 % (teils bis 59,9 %) weiterhin hoch. Sie befindet sich damit deutlich über der wichtigen 55-%-Marke, die viele Analysten als Voraussetzung für eine größere Kapitalrotation sehen.

Bitcoin wird aktuell im Bereich von 77.000–78.000 US-Dollar gehandelt – das ist die stärkste Wochenperformance seit März 2023 (rund +24 % gegenüber dem vorherigen Montag).

Der jüngste Anstieg wurde vor allem durch die Ausweitung der langfristigen Anleihe-Rückkäufe durch den US-Finanzminister Scott Bessent getrieben (das Volumen wurde auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar pro Vorgang erhöht, mit Spielraum nach oben). Diese Maßnahme senkte die Renditen, steigerte die Risikobereitschaft und löste einen großen Short Squeeze an den Kryptomärkten aus.

Das Gesamtbild ist konstruktiver als noch zu Beginn des Sommers, aber eine Rotation ist noch nicht bestätigt. Ein nachhaltiger Bruch und Verbleib unterhalb von 55 % BTC-Dominanz ist weiterhin nötig, um eine breite Altcoin-Rotation zu bestätigen. Es sind inzwischen über 260 Tage seit der letzten bestätigten Altseason vergangen.


Rückblick: Frühere Altcoin Seasons

Frühere Altseasons haben die Werte vieler Altcoins deutlich gesteigert – teils mit exponentiellen Anstiegen in kurzer Zeit. Besonders markante Altseasons gab es 2017–2018 und 2020–2021.

  • 2017–2018: Diese Altseason wurde durch einen starken Rückgang der Bitcoin-Marktdominanz ausgelöst – von 86,3 % Ende 2017 auf 38,69 % Anfang 2018. In dieser Zeit fiel der Bitcoin-Kurs vom damaligen Rekordhoch über 20.000 US-Dollar auf unter 6.000 US-Dollar innerhalb weniger Monate.
     
  • 2020–2021: Die Altseason 2020–2021 entstand während der Corona-Pandemie, als Privatanleger und Krypto-Enthusiasten verstärkt nach Chancen jenseits von Bitcoin suchten. Das führte zum Aufstieg der Meme-Coins – Dogecoin und Shiba Inu verzeichneten ein beispielloses Wachstum.

    NFTs beflügelten zusätzlich die Altcoin-Märkte und sorgten für positive Stimmung im gesamten dApp-Bereich. In dieser Phase sank die Bitcoin-Dominanz von 70 % auf 38 %, und der Altcoin Season Index erreichte am 16. April 2021 einen Wert von 98.
     
  • 2024–2025: In diesem Zeitraum gab es mehrere starke Phasen, in denen Altcoins den Markt deutlich übertrafen – allerdings ohne die Dauer und Breite der klassischen Altseasons von 2017 oder 2021 zu erreichen. Nach den Spot-ETF-Zulassungen für Bitcoin Anfang 2024 und dem Halving im April 2024 begann Kapital in risikoreichere Assets zu fließen. Ethereum, Solana und zahlreiche Layer-1- und Layer-2-Tokens erzielten deutliche Zugewinne. 

    Besonders hervorgehoben hat sich das Solana-Ökosystem, dessen Memecoin-Boom (angetrieben durch Plattformen wie pump.fun) einige der explosivsten Kursbewegungen des Zyklus hervorgebracht hat. Tokens wie WIF, BONK und später Promi- und KI-Memes verzeichneten parabolische Anstiege.
     

Woran erkennt man den Start einer Altseason?

Den Beginn einer Altseason zu erkennen, erfordert ein gutes Verständnis von Marktzyklen und Trends – oder du wirfst einfach einen Blick auf den Altcoin Season Index. Das Problem: Der Index reagiert rückblickend. Wenn er eine Altseason anzeigt, ist es meist schon zu spät, um zu attraktiven Kursen einzusteigen. Hier sind einige wichtige Indikatoren, auf die du achten solltest:

Zunahme der Altcoin-Dominanz

Ein zentrales Signal für eine Altseason ist ein klarer Anstieg der Altcoin-Dominanz am gesamten Kryptomarkt. Alt-Dominanz meint die aufsummierte Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen außer Bitcoin, ausgedrückt als Prozentsatz des gesamten Kryptomarkts. Analysten sehen einen bestätigten Bruch unter 55 % BTC-Dominanz als entscheidenden Wendepunkt im aktuellen Zyklus.
 

Steigende Handelsvolumina 

Ein deutlicher Anstieg der Handelsvolumina bei verschiedenen Alts ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Altcoin-Zyklus beginnt. Höhere Volumina spiegeln verstärkte Aktivität und wachsendes Anlegerinteresse wider, was zu mehr Liquidität und stärkeren Kursbewegungen führt.
 

Wann kommt die nächste Altseason?

Näher als noch Anfang 2026, aber noch nicht da. Der Altcoin Season Index liegt aktuell im unteren bis mittleren 30er-Bereich (es wurden Werte von 33–37 gemeldet) – also klar im Bitcoin-Season-Territorium. Die BTC-Dominanz bleibt hoch und obwohl einzelne Altcoins an der jüngsten Rally teilgenommen haben, fehlt bislang eine breite Outperformance.

Die typische Abfolge (Bitcoin steigt, Dominanz stagniert, ETH/BTC dreht nach oben, Kapital wandert in andere Assets) ist zwar angelaufen, aber noch nicht abgeschlossen.
 

Ein Faktor, der das Bild verändern könnte: Die regulatorische Klarheit nimmt zu. Fortschritte beim CLARITY Act in den USA (eine mögliche Senatsabstimmung Mitte September) bringen mehr Sicherheit bei der Token-Klassifizierung und könnten einen langanhaltenden Bewertungsdruck auf Altcoins verringern. Diese Klarheit könnte schon vor einer breiten Altseason ein wichtiger Impuls für einzelne Projekte sein. Auch die jüngsten Rückkäufe des US-Finanzministeriums haben die Liquidität verbessert – was erfahrungsgemäß risikoreiche Assets wie Altcoins besonders stützt.


Wie kann man von der Altseason profitieren?

Es ist entscheidend, vielversprechende Chancen zu identifizieren, bevor eine Altseason startet. Hier einige wichtige Punkte:

Recherche und Diversifikation 

Nimm dir Zeit, um die besten Alts zu analysieren und auszuwählen. Sektoren wie RWA-Tokenisierung, Next-Gen-DeFi und KI-Infrastruktur ziehen 2026 die meisten Kapitalzuflüsse an – sie sollten Teil jeder Altcoin-Strategie sein. Eine breite Streuung über verschiedene Sektoren kann das Risiko senken und die Renditechancen erhöhen.
 

Den richtigen Zeitpunkt für Ein- und Ausstieg wählen 

Nützlich sind technische Analyse-Tools wie Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sowie der RSI, um optimale Einstiegs- und Ausstiegspunkte zu bestimmen. Diese Indikatoren helfen dir, Kursentwicklungen und Marktstimmung während einer Altseason zu verfolgen. Der Ausstieg ist oft wichtiger als der Einstieg – Altseasons enden meist schneller, als sie beginnen.

Fazit

Ein Altcoin ist jede Kryptowährung außer Bitcoin. Altcoins sind volatiler als Bitcoin und bieten Chancen mit hohem Risiko und hoher Rendite.

Krypto-Zyklen führen oft zu mehr Hacking- und Phishing-Versuchen. Deshalb ist es besonders wichtig, deine Assets zu schützen. Cold Wallets wie Tangem zählen zu den sichersten Möglichkeiten, Kryptowährungen aufzubewahren – gerade in Phasen hoher Marktvolatilität.

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Autor Patrick Dike-Ndulue

Senior editor covering crypto, onchain equities, and technology.

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Rezension von Patrick Dike-Ndulue

Senior editor covering crypto, onchain equities, and technology.