BIZ-Studie: Abweichungen bei Bitcoin-Onchain-Transfers

BIZ-Studien zeigen: Schätzungen von Bitcoin-Onchain-Transfers variieren je nach Methodik um das Sechsfache – Wechselgeld-Outputs verzerren die Kennzahlen.

Mehrere Studien der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zeigen, dass Schätzungen der Onchain-Transferwerte von Bitcoin je nach Messmethode um das Sechsfache variieren können. Diese Unterschiede entstehen durch die spezielle Transaktionsstruktur von Bitcoin, insbesondere das UTXO-Modell. Dieses Modell erzeugt Wechselgeld-Outputs, die schwer von tatsächlichen Zahlungen an Dritte zu unterscheiden sind. Einige Messmethoden erfassen diese Wechselgeld-Outputs als zusätzliche Transfers, was die gemeldete Aktivität künstlich erhöht. Die BIZ-Forscher betonen, dass Kennzahlen wie Transaktionsvolumen, Marktkapitalisierung und Total Value Locked oft eine Genauigkeit suggerieren, die von den zugrundeliegenden Daten nicht gestützt wird. Die Studien unterstreichen, dass Onchain-Daten eher als grobe Orientierung für wirtschaftliche Aktivität dienen sollten und nicht als präzise Messgröße. Die Methodik hinter Onchain-Kennzahlen ist dabei genauso entscheidend wie die Zahlen selbst. Diese Erkenntnisse verdeutlichen die Herausforderungen, wirtschaftliche Aktivität im Krypto-Ökosystem anhand von Blockchain-Rohdaten exakt zu bewerten.