USA und UK bündeln Kräfte gegen Krypto-Betrugszentren
USA und UK gründen Allianz gegen Krypto-Betrugszentren, teilen Informationen und koordinieren Ermittlungen. Eine Störungsoperation in London ist angesichts steigender Krypto-Betrugsverluste geplant.
Die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich haben eine gemeinsame Strafverfolgungsallianz gegründet, um Betrugszentren zu bekämpfen, die in Krypto- und cybergestützten Anlagebetrug verwickelt sind. Die Partnerschaft wurde durch eine Absichtserklärung zwischen dem US-Staatsanwaltsbüro für den District of Columbia, dem Crown Prosecution Service von England und Wales sowie der britischen National Crime Agency formalisiert. Sie gilt als bedeutende internationale Zusammenarbeit dieser Art. Das Abkommen ermöglicht parallele Ermittlungen, den Austausch von Informationen über organisierte Kriminalitätsnetzwerke und koordinierte Entscheidungen zur Strafverfolgung. Behörden haben bereits Überschneidungen bei Fällen festgestellt und planen eine Störungsoperation mit Partnern aus dem Privatsektor in London für Anfang Oktober. Diese Initiative ist eine Reaktion auf den starken Anstieg von Verlusten durch Krypto-Anlagebetrug. Laut FBI Internet Crime Complaint Center stiegen die Verluste in den USA von 4,57 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf 8,65 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Die Allianz baut auf der Scam Center Strike Force auf, die im November 2025 gegründet wurde, und richtet sich gegen transnationale organisierte Kriminalität, einschließlich Netzwerken mit Verbindungen zu Menschenhandel und Geldwäsche.