Zondacrypto-Kollaps: Gründer verschwunden, Millionen verloren
Zondacrypto kollabierte nach dem Verschwinden des Gründers. Website offline, Verluste über 96 Mio. USD, Token stürzte ab. Behörden ermitteln wegen Betrugs.
Zondacrypto, eine bedeutende Kryptowährungsbörse, ist nach einer Reihe dramatischer Ereignisse zusammengebrochen. Der Gründer Sylwester Suszek verschwand im März 2022, nachdem er seiner Schwester eine verzweifelte Sprachnachricht geschickt hatte. Seine Familie befürchtet ein Verbrechen. Sein Nachfolger, Przemyslaw Kral, der Kunden die Sicherheit von über 330 Millionen US-Dollar in Bitcoin zugesichert hatte, ist ebenfalls nicht mehr erreichbar. Berichten zufolge hält er sich im Ausland auf. Die Website der Börse ging im April 2026 offline, wodurch Tausende Kunden keinen Zugriff mehr auf ihre Gelder hatten. Der geschätzte Verlust übersteigt 350 Millionen Zloty (etwa 96 Millionen US-Dollar). Der native ZND-Token stürzte auf nahezu Null ab. On-Chain-Analysen zeigten einen Rückgang der sichtbaren Hot-Wallet-Bitcoin-Bestände um 99,7 %. Die estnische Financial Intelligence Unit entzog der Muttergesellschaft am 29. Juni 2026 die Lizenz. Behörden haben Ermittlungen wegen Betrugs eingeleitet. Der Vorfall wirft Fragen zur Legitimität von Projekten und zur Verantwortlichkeit von Gründern im Kryptosektor auf.