Betrugswelle nach MiCA-bedingten Krypto-Börsenschließungen

Nach Ablauf der MiCA-Frist häufen sich Betrugsfälle, bei denen Kriminelle sich als EU-Aufsichtsbehörden oder Krypto-Firmen ausgeben. Behörden raten zu besonderer Vorsicht und Überprüfung.

Das Ende der Übergangsfrist der EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) am 1. Juli hat zu einem deutlichen Anstieg von Betrugsfällen durch Identitätsdiebstahl geführt. Besonders betroffen sind Krypto-Nutzer, die gezielt von Kriminellen angesprochen werden. Die Täter geben sich als Vertreter europäischer Aufsichtsbehörden wie ESMA oder der französischen AMF sowie als Mitarbeiter von Krypto-Börsen aus. Ihr Ziel ist es, Nutzer dazu zu bringen, Vermögenswerte auf betrügerische Websites oder Wallets zu übertragen. Sie nutzen dabei die offiziellen Hinweise zu Schließungen und Migrationen aus, die im Zuge der Verpflichtung von über 1.700 nicht lizenzierten Krypto-Unternehmen zur Einstellung ihrer EU-Aktivitäten veröffentlicht wurden. Bislang haben nur 323 Unternehmen eine Lizenz erhalten. Behörden warnen ausdrücklich: Weder ESMA noch nationale Aufsichtsbehörden fordern Verbraucher auf, Krypto-Vermögenswerte auf von Behörden kontrollierte Wallets zu übertragen. Nutzer sollten die Echtheit von Mitteilungen immer sorgfältig prüfen. Mehrere EU-Aufsichtsbehörden berichten von einem starken Anstieg solcher Betrugsversuche, bei denen gefälschte Websites, Dokumente und Support-Konten eingesetzt werden.

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