Aave: 27 Mio. USD Liquidationen nach Risk-Tool-Fehler
Aave erlitt durch einen Fehler im Risikomanagement-Tool Liquidationen von rund 27 Mio. USD. Das Problem ist behoben, Entschädigungen werden geprüft.
Aave, eine führende dezentrale Kreditplattform, erlebte einen seltenen Vorfall: Innerhalb von 24 Stunden kam es zu Liquidationen im Wert von rund 27 Millionen US-Dollar. Auslöser war ein technischer Fehler im externen Risikomanagement-Tool CAPO, der zu fehlerhaften oder vorzeitigen Liquidationen von Nutzerpositionen führte, insbesondere bei solchen mit wstETH als Sicherheit. Das Problem entstand durch eine Fehlkonfiguration oder Synchronisationsstörung im Oracle-System, das für Echtzeit-Preisdaten zuständig ist. Dadurch wurden Sicherheitenwerte falsch eingeschätzt und Nutzerpositionen auf Basis fehlerhafter Daten liquidiert. Liquidatoren erzielten dadurch erhebliche Gewinne. Es entstanden keine faulen Schulden, das ökonomische Design des Protokolls blieb intakt. Das Aave-Team hat das Problem behoben und prüft Entschädigungen für betroffene Nutzer. Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung robuster Oracles und Risikomanagementsysteme in DeFi.