Verstieß das DOJ beim Verkauf von Samourai-Bitcoin gegen Regeln?
Das DOJ soll 6,3 Mio. USD in Bitcoin aus der Samourai Wallet verkauft und damit möglicherweise eine Executive Order verletzt haben. On-Chain-Daten bestätigen jedoch keinen Verkauf; ein Nachweis wäre nur Off-Chain möglich.
Berichte zufolge hat das US-Justizministerium über den US Marshals Service etwa 57,55 Bitcoin im Wert von rund 6,3 Millionen US-Dollar verkauft, die von den Entwicklern der Samourai Wallet eingezogen wurden. Dieses Vorgehen soll gegen die Executive Order 14233 verstoßen, die vorschreibt, dass eingezogene Bitcoin in der US Strategic Bitcoin Reserve gehalten und nicht verkauft werden dürfen. Die Bitcoin wurden an eine Coinbase Prime-Adresse transferiert, und der Nullsaldo dieser Adresse wird als Hinweis auf einen Verkauf gewertet. Allerdings bestätigt On-Chain-Daten lediglich den Transfer und interne Bewegungen innerhalb der Coinbase Prime-Verwahrstruktur, ohne direkten Blockchain-Nachweis eines Verkaufs oder einer Liquidation. Da Bitcoin-zu-USD-Konvertierungen auf Coinbase Prime Off-Chain erfolgen, wäre ein Verkaufsnachweis nur durch nicht-öffentliche Dokumente möglich. Rechtsexperten weisen darauf hin, dass keine der Ausnahmen der Executive Order zutrifft, was Fragen zur Einhaltung durch das DOJ aufwirft. Die Situation hat eine Debatte über die Durchsetzung der Executive Order und den Umgang mit beschlagnahmten digitalen Vermögenswerten ausgelöst.