CRA zieht 100 Mio. $ durch Krypto-Prüfungen ein, fokussiert Dapper Labs-Nutzer
Die CRA hat über 100 Mio. Dollar durch Krypto-Prüfungen eingezogen, fokussiert auf Dapper Labs-Nutzer, steht jedoch bei strafrechtlicher Durchsetzung vor Hürden durch Anonymität und technische Barrieren.
Die Canada Revenue Agency (CRA) hat ihre Bemühungen zur Durchsetzung der Steuerkonformität unter Kryptowährungsnutzern verstärkt und nimmt dabei insbesondere Dapper Labs, eine führende NFT-Plattform, ins Visier. In den letzten drei Jahren hat die CRA durch Prüfungen von über 200 kryptobezogenen Fällen mehr als 100 Millionen Dollar eingezogen, jedoch wurden seit 2020 keine strafrechtlichen Anklagen erhoben. Die Behörde schätzt, dass etwa 40 % der Nutzer von Kryptoplattformen entweder keine Steuererklärungen abgeben oder ein hohes Risiko der Nichtkonformität aufweisen, wobei 15 % überhaupt keine Steuererklärung abgeben und 30 % der Einreicher als risikoreich eingestuft werden. Der Ansatz der CRA umfasst gerichtlich angeordnete Offenlegungen, wie das Einholen von Informationen über 2.500 Nutzer von Dapper Labs – erst das zweite Mal, dass ein kanadisches Gericht eine solche Maßnahme anordnet. Trotz dieser zivilrechtlichen Rückforderungen stehen strafrechtliche Verfolgungen vor Hürden aufgrund der Anonymität digitaler Vermögenswerte, begrenzter Ressourcen und technischer Herausforderungen. Die CRA arbeitet weiterhin an der Klarstellung steuerlicher Pflichten für Krypto-Aktivitäten und plant weitere regulatorische Maßnahmen, darunter neue Stablecoin-Gesetze und eine spezialisierte Behörde für Finanzkriminalität bis 2026.