Binance im Visier der EU wegen MiCA-Ausnahme

EU-Aufsichtsbehörden prüfen Binance wegen möglicher Umgehung der MiCA-Regeln durch Reverse Solicitation. Es drohen Sanktionen wie Geldstrafen.

Binance steht im Fokus europäischer Aufsichtsbehörden, da die Börse weiterhin Kunden in der EU bedient, obwohl sie keine Lizenz gemäß den neuen Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Vorschriften besitzt. Eigentlich hätte Binance sein EU-Geschäft ab dem 1. Juli einstellen müssen. Nun prüfen die Behörden, ob die Nutzung der sogenannten „Reverse Solicitation“-Ausnahme rechtmäßig ist. Diese Ausnahme erlaubt es Unternehmen außerhalb der EU, Kunden zu bedienen, die sie eigenständig kontaktieren. Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) sowie Regulierungsbehörden in Frankreich, Deutschland und Griechenland haben Informationen von Binance angefordert. Sie wollen klären, ob das Unternehmen im Einklang mit dem EU-Recht handelt. Berichten zufolge hat Binance auch nach Ablauf der MiCA-Frist weiterhin neue EU-Kunden aufgenommen; Tests zeigten, dass Konten aus mehreren EU-Ländern eröffnet und finanziert werden konnten. Die Behörden betonen, dass die Ausnahme eng definiert ist und nicht zur Umgehung der MiCA-Anforderungen genutzt werden darf. Sollte die Auslegung von Binance abgelehnt werden, könnten Durchsetzungsmaßnahmen wie Geldstrafen folgen.

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