CFTC plant neue Regeln für Event-Kontrakte und Glücksspiel
Die CFTC will Event-Kontrakte als Swaps regulieren und Glücksspielprodukte ausschließen. Damit stellt sie Landesansprüche auf Glücksspielregulierung infrage.
Die US-Behörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat zwei regulatorische Vorschläge beim Office of Information and Regulatory Affairs des Weißen Hauses eingereicht. Der erste Vorschlag sieht vor, Event-Kontrakte – wie sie auf Prediction Markets gehandelt werden – explizit in die Definition von „Swap“ aufzunehmen. Dadurch würden sie unter bundesstaatliche Aufsicht gestellt. Der zweite Vorschlag ist eine vorläufige Regelung, die Casino-ähnliche Glücksspielprodukte von der Swap-Definition ausschließt. Damit schafft die CFTC eine klare regulatorische Unterscheidung zwischen Derivaten und traditionellem Glücksspiel. Diese Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund laufender Rechtsstreitigkeiten zwischen Bundes- und Landesbehörden über die Regulierung von Event-Kontrakten. Die Vorschläge enthalten keinen detaillierten Regeltext und gelten nicht als wirtschaftlich signifikant. Die CFTC will damit die bundesstaatliche Zuständigkeit für Prediction Markets klären und stellt die Auffassung mehrerer Bundesstaaten infrage, dass solche Kontrakte Glücksspiel seien.