Fed stellt strenge Stablecoin-Regeln nach Genius Act vor
Die Fed schlägt im Rahmen des GENIUS Act strenge Regeln für Stablecoin-Emittenten vor, darunter vollständige Deckung, Kapitalstandards und ein neues Antragsverfahren. 60 Tage öffentliche Kommentierung möglich.
Die US-Notenbank (Federal Reserve) hat zwei zentrale Vorschläge zur Umsetzung des GENIUS Act präsentiert, um einen einheitlichen Regulierungsrahmen für Zahlungs-Stablecoins zu schaffen. Der erste Vorschlag verlangt, dass Stablecoin-Emittenten ihre Token vollständig mit zulässigen Reserveaktiva wie kurzfristigen US-Staatsanleihen und anderen hochwertigen, liquiden Vermögenswerten hinterlegen. Zudem werden Kapitalanforderungen, Risikomanagementstandards und Vorschriften für Unternehmen eingeführt, die Reserveaktiva verwahren. Der zweite Vorschlag sieht ein spezielles Antragsverfahren für von der Fed beaufsichtigte Banken vor, die Stablecoins emittieren möchten. Dafür sind detaillierte Geschäftspläne und Finanzdokumentationen erforderlich. Beide Vorschläge stehen nach Veröffentlichung im Federal Register für eine 60-tägige öffentliche Kommentierungsphase offen. Das 2025 verabschiedete GENIUS Act schreibt vor, dass Stablecoins mindestens 1:1 durch qualifizierte Reserven gedeckt sein müssen und unterzieht Emittenten jährlichen Prüfungen. Die neuen Regeln sollen die Aufsicht, Stabilität und Integrität des Stablecoin-Sektors vor Inkrafttreten des Gesetzes im Januar 2027 stärken, mit zusätzlichem Fokus auf Anti-Geldwäsche-Standards.