Sam Bankman-Fried legt Berufung gegen FTX-Urteil ein
Sam Bankman-Fried beantragt beim Supreme Court die Aufhebung seiner Betrugsverurteilung und der 11-Milliarden-Dollar-Strafe. Er kritisiert die Beweisführung und hält die Strafe für überhöht.
Sam Bankman-Fried hat beim Obersten Gerichtshof der USA beantragt, seine Verurteilung wegen Betrugs sowie die Anordnung zur Einziehung von 11 Milliarden US-Dollar nach dem Zusammenbruch von FTX aufzuheben. 2023 wurde er in sieben Anklagepunkten, darunter Betrug, Verschwörung und Geldwäsche, verurteilt und verbüßt derzeit eine 25-jährige Haftstrafe. Sein Anwaltsteam argumentiert, das Gericht habe Beweise unzulässig eingeschränkt, die gezeigt hätten, dass FTX über ausreichende Vermögenswerte zur Deckung der Kundenausfälle verfügte. Gleichzeitig sei der Staatsanwaltschaft erlaubt worden, Beweise für Kundenausfälle vorzulegen. Die Berufung behauptet zudem, die Einziehung von 11 Milliarden US-Dollar verstoße gegen das achte Verfassungszusatzrecht, das übermäßige Geldstrafen verbietet. Das Berufungsgericht des zweiten Bezirks hatte zuvor seine Verurteilung und das Strafmaß bestätigt. Nun muss der Supreme Court entscheiden, ob er den Fall annimmt, was von Beweisentscheidungen und verfassungsrechtlichen Fragen zu finanziellen Strafen abhängen könnte.