Florida-Gericht lässt 80-Mio.-Klage gegen Binance zu

Ein Berufungsgericht in Florida lässt eine 80-Millionen-Dollar-Klage gegen Binance wegen eines Bitcoin-Diebstahls 2022 zu. Das Urteil könnte als Präzedenzfall für Klagen gegen Offshore-Krypto-Börsen dienen.

Ein Berufungsgericht in Florida hat eine 80-Millionen-Dollar-Klage gegen Binance wegen eines großen Bitcoin-Diebstahls wieder aufgenommen und erlaubt, dass der Fall auf Bundesstaatsebene fortgesetzt wird. Der Kläger, Michael Osterer, behauptet, dass Hacker im Jahr 2022 etwa 1.000 BTC von seinem Konto gestohlen und die Gelder über Binance gewaschen haben. Osterer wirft Binance Fahrlässigkeit und Vertragsbruch vor, da die Börse die gestohlenen Vermögenswerte nach Benachrichtigung nicht umgehend eingefroren habe. Das Gericht stellte fest, dass die Nutzung von US-basierter Infrastruktur und Tochtergesellschaften durch Binance ausreichende Verbindungen zu Florida herstellt und hob eine frühere Abweisung wegen fehlender Zuständigkeit auf. Das Urteil deutet zudem an, dass kalifornisches Recht anwendbar sein könnte und stellt die Annahme infrage, dass Offshore-Krypto-Börsen vor lokalen Klagen geschützt sind. Diese Entscheidung könnte einen Präzedenzfall für ähnliche Fälle schaffen und es Klägern erleichtern, rechtliche Schritte gegen ausländische Börsen vor US-Gerichten einzuleiten. Der Fall wird nun an das erstinstanzliche Gericht zurückverwiesen, wo Fragen zu Fahrlässigkeit, Vertragsbruch und Vermögensrückgewinnung behandelt werden.

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