SEC stellt bedeutende Krypto-Ausnahmen und Safe Harbor vor
Die SEC schlägt mit „Regulation Crypto Assets“ Ausnahmen für Krypto-Fundraising bis 5 Mio. USD in vier Jahren oder 75 Mio. USD jährlich vor, mit Offenlegungspflichten und Safe Harbor.
Die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat einen neuen Regulierungsrahmen namens „Regulation Crypto Assets“ vorgeschlagen. Ziel ist es, spezifische Ausnahmen für die Kapitalbeschaffung bei Krypto-Asset-Angeboten zu schaffen. Der Vorschlag umfasst zwei Hauptausnahmen: Zum einen dürfen berechtigte Emittenten innerhalb von vier Jahren bis zu 5 Millionen US-Dollar ohne vollständige SEC-Registrierung einwerben. Zum anderen sind Angebote von bis zu 75 Millionen US-Dollar innerhalb eines beliebigen 12-Monats-Zeitraums möglich, sofern zusätzliche Offenlegungs- und Berichtspflichten erfüllt werden. Beide Ausnahmen verlangen narrative Offenlegungen gegenüber Investoren. Zusätzlich sieht der Vorschlag eine bedingte Safe-Harbor-Regelung vor. Diese könnte es bestimmten Krypto-Assets ermöglichen, nach Erfüllung spezifischer Bedingungen nicht mehr als Investmentverträge gemäß Bundeswertpapiergesetzen zu gelten. Einige bundesstaatliche Registrierungspflichten für qualifizierte Angebote und bestimmte Sekundärmarkttransaktionen würden ebenfalls entfallen. Der Vorschlag befindet sich in einer 60-tägigen öffentlichen Kommentierungsphase und folgt auf jüngste SEC-Interpretationen sowie laufende Bemühungen zur Klärung des regulatorischen Rahmens für digitale Vermögenswerte.