Bitpanda erhält erste MiCA-Strafe in Österreich

Bitpanda muss 70.000 € Strafe zahlen – erste MiCA-Sanktion in Österreich wegen verspäteter Whitepaper-Einreichung und fehlender Hinweise in Werbematerialien.

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat gegen Bitpanda eine Geldstrafe von 70.000 € verhängt. Grund dafür waren mehrere Verstöße gegen die EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA). Zu den Verstößen zählten die verspätete Einreichung eines Krypto-Asset-Whitepapers – dieses wurde nicht mindestens 20 Arbeitstage vor Veröffentlichung bei der FMA eingereicht – sowie die Verbreitung von Marketingmitteilungen vor der erforderlichen Veröffentlichung des Whitepapers. Zudem fehlten in den Werbematerialien verpflichtende Hinweise, etwa dass das Whitepaper nicht von der Behörde geprüft wurde, sowie Kontaktinformationen. Die FMA bezeichnete dies als ihre erste veröffentlichte und rechtskräftige MiCA-Sanktionsentscheidung. Damit signalisiert sie einen Wandel von der reinen Aufsicht zur aktiven Durchsetzung im EU-Kryptosektor. Das Verfahren wurde beschleunigt abgeschlossen und die Strafe ist rechtskräftig. Der Fall unterstreicht die Bedeutung der MiCA-Compliance für die Branche.

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