Knaken: 2,2 Mio. € Krypto-Verkauf – Kunden vor Verlust gewarnt

Niederländische Behörden verkauften 2,2 Mio. € an beschlagnahmter Krypto von Knaken. Gläubiger erhalten Mittel, doch bei 7 Mio. € Fehlbetrag drohen geringe Rückzahlungen.

Niederländische Staatsanwälte haben Kryptowährungen im Wert von 2,2 Millionen Euro verkauft, die von der gescheiterten Kryptoplattform Knaken beschlagnahmt wurden. Damit erhält die Insolvenzmasse erstmals Mittel zur Befriedigung von Gläubigerforderungen. Knaken brach Anfang Juni 2026 zusammen, nachdem Kunden aufgrund fehlender behördlicher Genehmigung gemäß den neuen EU-Krypto-Vorschriften keinen Zugang mehr zu ihren Konten hatten. Die niederländische Finanzmarktaufsicht (AFM) informierte die Staatsanwaltschaft, was zu strafrechtlichen Ermittlungen und zur Beschlagnahmung von Vermögenswerten durch die Finanzkriminalitätsbehörde FIOD führte. Ende Juni meldeten Ermittler, dass etwa 7 Millionen Euro an Kundengeldern fehlten, was das Insolvenzverfahren auslöste. Das Bezirksgericht Rotterdam erklärte Knaken am 16. Juli für insolvent und verwies auf eine erhebliche Lücke zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Insolvenzverwalter Carl Hamm kontaktierte rund 6.300 Kunden und warnte, dass die Rückzahlungen begrenzt bleiben könnten, da Kunden schätzungsweise 10 bis 12 Millionen Euro investiert hatten. Die 2,2 Millionen Euro aus dem Krypto-Verkauf sind derzeit das einzige verfügbare Geld der Insolvenzmasse. Die strafrechtlichen Ermittlungen dauern an.

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