Monaco plant umfassende Krypto-Regulierung nach EU-Vorbild
Monaco plant mit Gesetzentwurf Nr. 1131 eine umfassende Krypto-Regulierung nach EU-MiCA- und FATF-Standards. Lizenzierung und Aufsicht werden zentralisiert, Compliance-Anforderungen steigen.
Monaco hat dem Nationalrat den Gesetzentwurf Nr. 1131 vorgelegt, der das regulatorische Rahmenwerk für Krypto-Assets grundlegend überarbeiten und das Regime von 2022 ersetzen soll. Ziel ist es, Monacos Vorschriften mit der EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets (MiCA) und den Standards der Financial Action Task Force (FATF) in Einklang zu bringen. Der Entwurf sieht ein zentrales Lizenzierungs- und Aufsichtssystem unter der Commission de Contrôle des Activités Financières (CCAF) vor. Krypto-Dienstleister benötigen künftig eine Vorabgenehmigung. Am Genehmigungsprozess sind auch die Autorité Monégasque de Sécurité Financière für finanzielle Prüfungen und die Agence Monégasque de Sécurité Numérique für Cybersicherheitsprotokolle beteiligt. Die CCAF erhält erweiterte Aufsichts- und Durchsetzungsbefugnisse. Das Gesetz würde Monacos zweigleisiges Genehmigungsverfahren zu einem einheitlichen Regime zusammenführen, die Governance- und Compliance-Standards erhöhen und die Ausarbeitung technischer Vorschriften anstoßen. Der Schritt erfolgt, da Monaco weiterhin auf der FATF-Grauen Liste und der EU-Liste der Hochrisikogebiete für Geldwäsche steht.