EU verschärft Sanktionen: Fokus auf Russlands Krypto-Sektor
Das 21. EU-Sanktionspaket gegen Russland nimmt Krypto-Plattformen, Finanzinstitute, Energie und Schifffahrt mit neuen und erweiterten Verboten ins Visier.
Die Europäische Union hat ihr 21. und bislang größtes Sanktionspaket gegen Russland beschlossen. Es umfasst weitreichende Maßnahmen, die das Finanzsystem, den militärisch-industriellen Komplex, den Energiesektor und insbesondere Kryptowährungsplattformen betreffen. Elf Krypto-Plattformen wurden auf die schwarze Liste gesetzt, da ihnen vorgeworfen wird, Sanktionsumgehungen zu ermöglichen. Zudem werden Transaktionsverbote auf über 100 russische Finanzinstitute ausgeweitet, darunter die Moskauer Börse. Erstmals sind auch Schiffe der russischen „Schattenflotte“ betroffen. Die Maßnahmen erstrecken sich auf Drittländer wie Belarus und Nigeria, in denen sanktionierte Akteure aktiv sind. Die EU behält sich weitere Verbote gegen Krypto-Dienstleister aus Drittländern vor. Die Preisobergrenze für russisches Rohöl bleibt bei 44,10 US-Dollar pro Barrel eingefroren. Insgesamt wurden 218 Personen und Organisationen auf die Sanktionsliste gesetzt. Die Krypto-Maßnahmen blieben nach Verhandlungen bestehen, kurz nachdem Russland Kryptowährungen für den grenzüberschreitenden Handel legalisiert hat.