Taiwan erlässt strenges Kryptogesetz mit harten Strafen
Taiwan verabschiedet ein umfassendes Kryptogesetz: Lizenzpflicht für alle Plattformen, strenge Stablecoin-Regeln und Strafen bis zu sieben Jahren Haft und NT$100 Mio. Bußgeld.
Taiwan hat das Virtual Asset Service Act verabschiedet und damit erstmals einen umfassenden Rechtsrahmen für die Kryptoindustrie geschaffen. Das Gesetz verpflichtet alle Anbieter von virtuellen Vermögenswerten, einschließlich Börsen und Plattformen, vor Aufnahme ihrer Tätigkeit eine Lizenz von der Financial Supervisory Commission (FSC) zu erhalten. Es werden strenge Anforderungen an Betrieb, Governance und Verwahrung eingeführt. Stablecoin-Emittenten müssen vollständige Reserven vorhalten und benötigen die Genehmigung sowohl der Zentralbank als auch der FSC. Bestehende Plattformen erhalten ein 12-monatiges Zeitfenster zur Beantragung der Lizenz und 21 Monate für die vollständige Zulassung. Das Gesetz ersetzt das bisherige AML-Registrierungssystem und sieht bei Verstößen harte Strafen vor, darunter bis zu sieben Jahre Haft und Geldbußen bis zu NT$100 Millionen. Ziel ist es, Verbraucherschutz, finanzielle Stabilität und Rechtssicherheit im Digital-Asset-Sektor Taiwans zu stärken.