Australien verschärft Krypto-Transfers: Neue ID-Regeln ab 2026

Australien verschärft ab Juli 2026 die Regeln für Krypto-Transfers: Nutzer müssen bei jeder Transaktion Angaben zu Sender, Empfänger und Plattform machen. Die Maßnahme entspricht internationalen Anti-Geldwäsche-Standards.

Australien führt ab Juli 2026 die sogenannte Crypto Travel Rule ein. Nutzer von lokal regulierten Kryptowährungsbörsen müssen dann bei allen Übertragungen digitaler Vermögenswerte zusätzliche Identifikationsdaten angeben. Die neuen Vorschriften verlangen, dass sowohl die Namen von Sender und Empfänger als auch die beteiligte Plattform bei jeder Transaktion – unabhängig vom Betrag – offengelegt werden. Überweisungen an selbstverwahrte Wallets erfordern zudem eine Verifizierung und Erklärung des Wallet-Besitzes durch die Nutzer. Diese Anforderungen werden von AUSTRAC durchgesetzt und bringen Australien in Einklang mit globalen Anti-Geldwäsche-Standards sowie ähnlichen Regelungen in der EU, den USA und Großbritannien. Für die meisten Nutzer bleibt der praktische Einfluss gering, da die Angaben meist nur einmal gemacht und von den Plattformen gespeichert werden. Die Regulierung löst jedoch eine Debatte über Datenschutz aus, insbesondere wegen der Verknüpfung von Blockchain-Transaktionen mit persönlichen Daten und dem Risiko von Datenlecks. Solche Anforderungen sind in anderen Finanzsektoren bereits Standard.

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