Morgan Stanley: Bitcoin auf US-Bankbilanzen verzögert sich
Morgan Stanley hält Bitcoin auf US-Bankbilanzen für wahrscheinlich, doch regulatorische und operative Hürden verzögern trotz hoher Nachfrage die Umsetzung.
Morgan Stanley signalisiert, dass die Aufnahme von Bitcoin in die Bilanzen US-amerikanischer Banken künftig wahrscheinlich ist. Dennoch bestehen weiterhin erhebliche regulatorische, operative und edukative Hürden. Die Bank hat kürzlich das erste von einer Bank emittierte Bitcoin-ETP, MSBT, aufgelegt, das in der ersten Woche über 100 Millionen US-Dollar – ausschließlich von selbstbestimmten Kunden – anzog. Trotz einer formellen Empfehlung für eine Bitcoin-Allokation von 2–4 % bleibt die Akzeptanz unter Beratern gering, was auf eine Bildungslücke hinweist. Zu den größten Hindernissen zählen regulatorische Vorgaben wie die Richtlinien der Federal Reserve, Basel-Committee-Regeln und die Notwendigkeit der Abstimmung mit globalen Regulierungsbehörden. Morgan Stanley bereitet die Erweiterung seines Digital-Asset-Angebots vor und strebt eine OCC Digital Trust Charter an, um Krypto direkt zu verwahren und Spot-Trading anzubieten. Das regulatorische Umfeld wird günstiger, jedoch bleibt der Zeitrahmen, bis Banken Bitcoin direkt halten können, ungewiss und dürfte länger dauern als viele erwarten. Die steigende institutionelle Nachfrage und sich entwickelnde Richtlinien deuten darauf hin, dass US-Banken langfristig eine zentrale Rolle bei der Krypto-Adoption spielen könnten, doch der Übergang befindet sich noch in einer frühen Phase.