USA sanktionieren nordkoreanisches Krypto-Netzwerk
Die USA sanktionierten sechs Personen und zwei Firmen wegen eines nordkoreanischen Netzwerks, das mit gefälschten Tech-Arbeitern fast 800 Mio. USD in Krypto verdiente und Waffenprogramme finanzierte.
Das US-Finanzministerium hat Sanktionen gegen sechs Einzelpersonen und zwei Unternehmen verhängt, die mit einem nordkoreanischen Netzwerk in Verbindung stehen. Dieses Netzwerk generierte 2024 durch den Einsatz gefälschter Tech-Arbeiter weltweit, auch in den USA, fast 800 Millionen US-Dollar. Die Arbeiter nutzten gestohlene Identitäten und gefälschte Dokumente, um Jobs in Technologie- und Blockchain-Unternehmen zu erhalten. Ein Großteil der Einnahmen, oft in Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum gezahlt, wurde nach Nordkorea zurückgeführt, um Programme für Massenvernichtungswaffen und ballistische Raketen zu finanzieren. Dies verstößt gegen US- und UN-Sanktionen. Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) fror 21 Krypto-Wallet-Adressen auf mehreren Blockchain-Netzwerken ein und nahm Vermittler in Nordkorea, Vietnam, Laos und Spanien ins Visier. Die Sanktionen betreffen auch ein in Vietnam ansässiges Unternehmen, das beschuldigt wird, 2,5 Millionen US-Dollar für das Netzwerk über Kryptowährungen gewaschen zu haben. Einige Arbeiter installierten zudem Malware in Unternehmenssystemen, um Daten zu stehlen und Lösegeld zu fordern. Der Fall verdeutlicht die fortgesetzte Nutzung digitaler Vermögenswerte zur Sanktionsumgehung und für internationale Betrugsschemata.