Türkei plant 10 % Krypto-Steuer und neue Abgaben
Türkei plant 10 % Steuer auf Krypto-Gewinne und 0,03 % Abgabe auf Transaktionen. Präsident kann Sätze anpassen. Ziel: Regulierung und Besteuerung des Kryptosektors.
Die Türkei hat dem Parlament einen Gesetzentwurf vorgelegt, der ein neues Steuerregime für Kryptowährungen schaffen soll. Vorgesehen ist eine vierteljährliche Quellensteuer von 10 % auf Gewinne aus Krypto-Transaktionen, die auf regulierten Plattformen durchgeführt werden – unabhängig vom Wohnsitz und sowohl für Privatpersonen als auch Unternehmen. Zusätzlich sollen Krypto-Dienstleister eine Transaktionsabgabe von 0,03 % auf jeden Verkauf oder jede Übertragung entrichten. Dem Präsidenten wird die Befugnis eingeräumt, den Quellensteuersatz flexibel zwischen 0 % und 20 % anzupassen. Für Transaktionen außerhalb lizenzierter Plattformen müssten Anleger Gewinne über die jährliche Einkommensteuererklärung angeben. Das Gesetzesvorhaben soll Klarheit und Regulierung im Bereich digitaler Vermögenswerte schaffen, Krypto-Einnahmen in das Einkommensteuergesetz integrieren und die Aufsichtsbefugnisse der Behörden zur Bekämpfung illegaler Aktivitäten stärken. Bei Verabschiedung wäre dies der erste umfassende Steuerrahmen für Kryptowährungen in der Türkei und würde die bisherige Steuerbefreiung beenden.