Brasilien startet Krypto-Regulierung für Institutionen bis 2027

Brasiliens Zentralbank führt bis 2027 neue Vorschriften für institutionelle Krypto-Dienstleister ein, inklusive Lizenzierung und 3,5%-Steuer auf Stablecoin-Transfers.

Die Zentralbank Brasiliens entwickelt einen umfassenden Regulierungsrahmen für institutionelle Anbieter von virtuellen Vermögenswertdiensten (VASPs), der bis 2027 schrittweise eingeführt werden soll. Die neuen Vorschriften umfassen Lizenzierungs-, Compliance- und Aufsichtsstandards und richten sich an Unternehmen, die digitale Asset-Infrastrukturen und Dienstleistungen wie Verwahrung, Abwicklung und Tokenisierung für institutionelle Kunden anbieten. Ziel ist es, die Aufsicht zu stärken, Geldwäsche zu bekämpfen und den Kryptosektor stärker an das brasilianische Finanzaufsichtsregime anzupassen. Unternehmen wie Ripple, Fireblocks und Bitgo werden voraussichtlich unter die neuen Regelungen fallen. Zusätzlich werden strengere Maßnahmen für Stablecoin-Transfers geprüft, darunter eine vorgeschlagene Steuer von 3,5 % sowie die Einstufung solcher Transaktionen als Devisengeschäfte mit Meldepflichten und Nutzerverifizierung. Die Umsetzung erfolgt in Phasen, sodass Unternehmen Zeit zur Anpassung an neue Anforderungen erhalten. Diese Initiative baut auf bestehenden Regeln für den Einzelhandel mit Krypto-Transaktionen auf und markiert einen wichtigen Schritt zur Formalisierung der Digital-Asset-Branche in Brasilien.

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