Hongkongs Kryptosektor fordert mildere Meldepflichten
Hongkongs Kryptosektor fordert bei CARF mildere Regeln, geringere Strafen, mehr Datenschutz und einfachere Compliance vor neuen Steuer-Meldepflichten ab 2028.
Der Verband der Wertpapier- und Finanzfachleute Hongkongs (HKSFPA) sowie die Kryptoindustrie fordern die Regierung auf, die Umsetzung des Crypto Asset Reporting Frameworks (CARF) der OECD und Änderungen am Common Reporting Standard (CRS) zu erleichtern. Sie unterstützen zwar Transparenz und Compliance, weisen jedoch auf operative Belastungen, persönliche Haftung von Direktoren und Datenschutzbedenken hin. Die Branchenverbände plädieren für geringere Meldepflichten für Unternehmen ohne Kryptoaktivitäten, eine Deckelung der Strafen bei unbeabsichtigten Fehlern und die Einführung von Verwaltungssanktionen statt strafrechtlicher Verfolgung. Zudem wird ein vereinfachtes Registrierungsverfahren für Firmen ohne grenzüberschreitende Meldepflicht, eine Übergangsfrist für komplexe Meldungen und eine frühzeitige Veröffentlichung technischer Dokumentation gefordert. Die HKSFPA schlägt vor, Dritten die Aufbewahrung von Unterlagen geschlossener Unternehmen zu gestatten und fordert einen stärkeren Schutz personenbezogener Daten. Hongkong plant als eine der ersten Jurisdiktionen den automatischen Austausch von Kryptosteuerdaten ab 2028, um den Digital-Asset-Sektor auszubauen.