Oracle-Aktie fällt nach KI-Investitionsplänen
Oracle-Aktie fiel trotz starker Zahlen, da KI-Investitionen und höhere Verschuldung Sorgen über Wachstum und Cashflow auslösten und positive Ergebnisse überschatteten.
Die Oracle-Aktie erlitt nach den jüngsten Quartalszahlen einen deutlichen Rückgang, obwohl sowohl Umsatz als auch Gewinn die Erwartungen der Analysten übertrafen. Für das vierte Quartal meldete das Unternehmen einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,11 US-Dollar und einen Umsatz von 19,18 Milliarden US-Dollar – beide Werte lagen über den Prognosen. Besonders hervorzuheben ist der Rekord-Auftragsbestand, der vor allem durch große KI-Verträge, unter anderem mit OpenAI, zustande kam. Trotz dieser positiven Zahlen reagierten Anleger skeptisch, nachdem Oracle Pläne bekannt gab, 40 Milliarden US-Dollar durch Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung zur Erweiterung der KI-Infrastruktur aufzubringen. Die Sorge um steigende Investitionsausgaben, einen negativen Free Cashflow und eine deutliche Zunahme der langfristigen Verschuldung – mittlerweile 99,6 Milliarden US-Dollar – überschattete die guten Ergebnisse. Infolgedessen fiel die Aktie in mehreren Handelssitzungen um 3 % bis 11 %. Die aggressiven KI-Investitionen und die höhere Verschuldung weckten Zweifel an der Nachhaltigkeit des Wachstums und beeinflussten auch verwandte Technologie- und Kryptomärkte negativ.