Vietnam prüft digitale Assets als Sicherheiten für KMU-Kredite
Vietnam plant, KMU die Nutzung digitaler und virtueller Vermögenswerte sowie geistigen Eigentums als Kreditsicherheiten zu ermöglichen. Ziel ist ein besserer Zugang zu Bankkrediten für Unternehmen ohne klassische Sicherheiten.
Das vietnamesische Finanzministerium hat einen Gesetzesentwurf zur Änderung des Gesetzes zur Unterstützung von KMU vorgelegt. Dieser würde es kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen, digitale Vermögenswerte, virtuelle Vermögenswerte und geistiges Eigentum als Sicherheiten für Bankkredite zu nutzen. Ziel ist es, die Bandbreite der akzeptierten Sicherheiten über traditionelle Vermögenswerte wie Immobilien hinaus zu erweitern. Der Vorschlag, der derzeit zur öffentlichen Konsultation steht, erlaubt künftig auch die Verpfändung von noch zu bildenden Vermögenswerten, Eigentumsrechten, immateriellen Vermögenswerten und anderen rechtmäßigen Vermögenswerten. Damit soll die Kreditlücke geschlossen werden, von der KMU betroffen sind. Diese machen über 98 % der vietnamesischen Unternehmen aus, erhalten aber nur rund 20 % des gesamten Bankkreditvolumens. Der Gesetzesentwurf soll im Oktober 2026 der Nationalversammlung vorgelegt werden und könnte ab Juli 2027 in Kraft treten. Besonders profitieren könnten Tech-Startups und Privatunternehmen, die oft keine klassischen Sicherheiten besitzen, aber über wertvolle digitale oder geistige Vermögenswerte verfügen. Die endgültige Umsetzung hängt von rechtlichen Definitionen und bankaufsichtsrechtlichen Regelungen ab.